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RICHTERIN OHNE ROBE

Bettina Hinrichs betreibt einen Blumenladen und bändigt ansonsten als allein erziehende Mutter ihre 18-jährige Tochter Nele, als sie plötzlich die Aufforderung erhält, am örtlichen Gericht das Amt der Schöffin auszuüben. Im Gegensatz zu Nele ist Bettina nicht begeistert von dem Ansinnen. Sie hat mit ihrem Laden und ihrer, vor dem Abitur stehenden Tochter, gerade genug zu tun und will absagen. Doch das Schöffenamt ist ein Ehrenamt und als solches nicht abzulehnen.

Bettinas Argumente greifen nicht. Sie hat sich bereit zu halten und nach einem Einführungskurs in Sachen Schöffenamt wird sie zu ihrem ersten Fall berufen. Bettina schaudert bei der Vorstellung, dass sie ohne juristische Vorkenntnisse Verantwortung mittragen soll für die Verurteilung bei allen möglichen Delikten. Auch der Hinweis des amtierenden Richters Range, dass gerade die unvoreingenommene Einschätzung mit gesundem Menschenverstand eine hilfreiche Ergänzung der juristischen Beurteilung sein soll, beruhigt sie nicht sonderlich.

Bei Prozessbeginn werden Bettinas Befürchtungen noch übertroffen, denn es handelt sich bei ihrem ersten Fall gleich um einen Mord, noch dazu einem Mord ohne Zeugen. Das Urteil muss also allein aufgrund von Indizien gefällt werden.

Vollkommen erschöpft fährt sie nach ihrem ersten Prozesstag nach Hause und baut prompt einen Unfall beim Einparken ihres Wagens. Der Fahrer des anderen Wagens, Peter Röttger, scheint glücklicherweise ein vernünftiger, ja charmanter und hilfsbereiter Mann zu sein. Es entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden – immer versehen von Neles staunenden oder spöttischen Kommentaren.

Mit wachsendem Selbstbewusstsein verfolgt Bettina den Mordprozess und greift sogar, falls notwendig, mit eigenen Fragen ein. Es fällt ihr nicht leicht, sich ein Bild zu machen. Mal scheint ihr der Angeklagte schuldig, dann wieder unschuldig zu sein. Und zudem treiben Verteidiger und Staatsanwältin geschickt ihre Spiele, Täuschungen und Taktiken, die sie nur mühsam durchschaut.

Und schließlich gerät Bettina zu alledem noch ins Visier derer, die an einem ganz bestimmten Prozessausgang interessiert sind. Denn ausgerechnet Bettina scheint bei der Urteilsfindung das berühmte Zünglein an der Waage zu sein. Plötzlich erhält Bettina von fremder Seite „gute Ratschläge", was zu tun sei und was tunlichst nicht. Da wird ihre Tochter bei einem angeblichen Diebstahl erwischt. Man rät Bettina, im Prozess im Zweifel für den Angeklagten zu votieren, wenn sie eine Anzeige ihrer Tochter verhindern wolle. Und schließlich agiert man mit intimen Wissen über ihre Privatangelegenheiten gegen sie. Bettina fühlt sich bedroht und hat einen bösen Verdacht.


Produktion: Odeon TV, ein Label der Novafilm Fernsehproduktion GmbH
Darsteller: Jutta Speidel, Udo Wachtveitl, Josefine Preuß, Kai Scheve, Tobias Oertel, Peer Jäger, Peter Rühring, Andreas Hoppe, Peter Ketnath, Anke Sevenich, Jan-Gregor Kremp, Friedrich-Karl Praetorius, Dana Golombek, Ulrike Tscharre, Stephan Kampwirth, Christoph Zrenner, Gerhard Fehn, Michaela Stephan, Bettina Engelhardt, Karl J. Sihler, Julia Beerhold, Christian Kuchenbuch, Rainer Frank, Dzuna Kalnina-Nitzling, Andreas Manz u.v.a.
Produzentin: Dr. Anette Kaufmann
Producer: Felix Fichtner
Drehorte: Frankfurt am Main und Umgebung
Standfotos: Jacqueline Krause-Burberg
Produktionszeit: 18.11.-19.12.2008
Regie: Ulrich Zrenner
Kamera: Johannes Kirchlechner
Redaktion: Karina Ulitzsch, ZDF
Herstellungsleitung: Thomas Höbbel
Produktionsleitung: Michael Bauernfeind
Buch: Leo P. Ard und Birgit Grosz
Casting:
Dorothee Weyers
Schnitt: Verena Neumann
Ton: Torsten Többen
Erstausstrahlung: 28.12.2009, 20:15 Uhr, ZDF

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